Dieser Artikel soll zum Denken anregen, und dir Hoffnung und Mut machen dein Erdenleben zu genießen und den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang in eine andere Ebene zu sehen.

Wenn du gerade über jemanden trauerst, findest du hier Gebete und Rituale, die dir Hoffnung und Trost schenken sollen: Gebet für Verstorbene.

Ich habe Respekt vor dem Sterben,
doch ich habe keine Angst vor dem Tod.

Ich glaube, dass der Tod vielmehr ein Nachhausekommen ist. Eine Rückführung der Seele zur Urquelle.

Vor ein paar Wochen habe ich auf ORF 2 in der Religionssendung „Kreuz & Quer“ eine interessante Dokumentation über Nahtoderfahrungen gesehen.

Tipp am Rande: Ich kann die Sendung Kreuz & Quer wirklich wärmstens empfehlen. Sie dokumentiert auf objektive Art und Weise die unterschiedlichsten Religionen, Glaubensrichtungen und Weltanschauungen. Dabei werden auch philosophische, religiöse und gesellschaftspolitische Aspekte unter die Lupe genommen und von verschiedensten Standpunkten beleuchtet.

„Grenzerfahrung Nahtod“ – Eine Dokumentation

Da ich in diesem Jahr viel über den Tod nachgedacht habe (wegen Corona, meine Mama hatte ein große Operation und meine beste Freundin einen Notfall, der um Haaresbreite schlecht ausgegangen wäre) hat mich diese Doku sofort interessiert – und letztendlich auch beruhigt.

Es gab 3 Themen, die mich besonders berührt haben:

  1. Wo fängt das Bewusstsein an und wo hört es auf?
  2. Was die meisten Berichte von Nahtoderfahrungen gemeinsam haben
  3. Was ist eigentlich Ewigkeit?

Schauen wir uns die einzelnen Themen genauer an.

Unser Bewusstsein – wo fängt es an, und hört es mit dem Tod auf?

Die Neurowissenschaft ist im Vergleich zu anderen Naturwissenschaften noch sehr jung. Sie steckt mehr oder weniger noch in ihren Kinderschuhen. Es gibt so viele Dinge, die wir noch nicht wissenschaftlich messen und erklären können.

Auch wenn man es noch nicht beweisen kann, wird trotzdem vermutet, dass unser Bewusstsein nicht nur alleine vom Gehirn gesteuert wird.

Auch interessant: Wie wissen unsere Gehirnzellen, dass sie ein „Bewusstsein“ kreieren sollen, während andere Körperzellen ganz einfach ihre „normale“ Zelltätigkeit ohne Bewusstsein leisten?

Jedenfalls gibt es Anzeichen, dass das Zwerchfell ein Bewusstsein besitzt. Man spricht auch vom Sonnengeflecht oder Bauchbewusstsein.

Diese Theorie ändert einiges: Ab wann ist ein Mensch tot? Nehmen wir unser Bewusstsein in einer Form oder anderen in den Tod mit? Kann die Selle Zellbewusstsein steuern, bzw. sich daran erinnern?

Menschen berichten: Diese 4 Dinge, haben die meisten Nahtoderfahrungen gemeinsam

Nahtoderfahrungen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und es gibt viele verschiedene Berichte dazu. Jedoch beschreibt die Dokumentation gewisse Aspekte, die bei (fast) allen zutreffen:

  1. Klarheit darüber, dass man jetzt stirbt
    Menschen, die von ihrer Nahtoderfahrung berichten sagen, dass ihnen ganz bewusst wird, dass sie jetzt sterben. Sie sind klar und bei vollem Bewusstsein. Man würde glauben, dass dies einen in Panik versetzten lässt. Doch sobald der erste Schock bzw. der „Kampf ums Überleben“ vorbei ist, passiert etwas anderes.
  2. Schlagartige Ruhe
    Die Betroffenen werden mit einem Mal ruhig. Die Schmerzen, die Agonie, die Angst sind wie weggefegt und man erfährt eine Glückseligkeit, die man noch nie zuvor erfahren hatte. In der Doku berichtete ein Mann, dass er in seinem Leben sehr glücklich sei und viele schöne Momente erlebt hat – doch so eine Glückseligkeit wie kurz vor dem Tod, kannte er nicht. Pure Freude und Zufriedenheit.
  3. Das Licht am Ende des Tunnels
    Dieses Konzept ist wahrscheinlich das Meistbekannteste von allen. Von vielen Erfahrungsberichten weiß man, dass sterbende Menschen eine Art Tunnelvision bekommen und auf ein Licht am Ende dieses Tunnels zuschweben. Auch hier wird berichtet, dass dies keine schreckliche, sondern eine angenehme Erfahrung ist. Einer der Befragten sagte, dass er einfach nur neugierig war und endlich wisen wollte, wer bzw. was sich in diesem Licht befindet. Doch soweit ist er dann leider bzw. zum Glück (wie man es sieht) nicht gekommen.
  4. Man sieht seinen eigenen Lebensfilm
    Auch das haben wir vielerseits gehört: Beim Übergang von diesem Erdenleben in ein anderes, zieht am inneren Auge der eigene Lebensfilm vorbei. Wichtige Erlebnisse, wie Geburt, Hochzeit, Hausbau etc., aber auch scheinbar unwichtige Erlebnisse wie ein Frühstück, ein Ausflug usw. werden einem gezeigt. Scheinbar sieht man innerhalb von Sekunden (wobei man sich in dieser Situation wahrscheinlich außerhalb von Raum und Zeit befindet), sein Leben in seiner Gesamtheit. Auch Erlebnisse, die man bereits vor Jahren vergessen hatte. Taten, auf die man stolz ist, und Taten, auf die man weniger stolz sein kann.

Nahtod – ein Geschenk des Himmels?

Diesen Aspekt finde ich sehr interessant: Viele Betroffenen, die durch eine Nahtoderfahrung gegangen sind, beschreiben diese als ein lebensveränderndes Geschenk.

Man erkennt, ob man zufrieden mit seinen bisherigen Leben und seinen Entscheidungen ist. Die Rückkehr der Seele in den physischen Körper in diesem Erdenleben ist eine Art zweite Chance, um Dinge richtigzustellen und nochmal den Kurs zu ändern. Oder ganz einfach, das Leben voll auszukosten.

Das Fazit der Interviewten war: Sie haben keine Angst mehr vor dem Tod.

Das fand ich wirklich beruhigend zu hören. Denn eine Zeit lang hatte ich wirklich Angst vor dem Tod. Ich glaube es ist ganz normal, sich über solche Dinge Gedanken zu machen. Vor allem, wenn der Tod durch das Ableben von Familie, Freunde und Bekannte eine Zeit lang ein zentrales Thema wird. Außerdem ist der Tod etwas, dass jeder einzelne Mensch auf Erden miteinander gemeinsam hat.

Wir wissen nicht, ob, bzw. was für ein Leben es nach dem Tod gibt. Doch diese Berichte von Nahtoderfahrungen lassen auf alle Fälle vermuten, dass es nicht zu Ende ist. Irgendetwas bzw. irgendwer wartet auf uns auf der anderen Seite. Das glaube ich zumindest.

Der Tod und die Ewigkeit

Ich hab immer schon an ein Leben nach dem Tod und auch an Wiedergeburt geglaubt. Und, dass sich dieses Spiel dann ewig (oder zumindest für eine lange Zeit) fortsetzt. Doch das Konzept der Ewigkeit hat mich schon oft in eine Mini-Existenskrise gestürtzt: Wie soll etwas immerfort weitergehen, ohne Ende?

Dieser Gedanke hat mir oft Angst gemacht.

Doch ein Forscher, der in der Doku interviewt wurde, hat für die Ewigkeit folgende Erklärung:

Ewigkeit ist nicht ein endloses Fortlaufen der Zeit. Ewigkeit ist vielmehr ein Lösgelöstsein von Zeit und Raum.

Ganz kann ich dieses Konzept mit meinem begrenzten, menschlichen Verstand nicht begreifen, doch ein Lösgelöstsein, eine Befreiung von Zeit und Raum hört sich meiner Meinung nach besser an, als eine ewige Fortsetzung.

Was glaubst du?

Trotz all der unglaublichen wissenschaftlichen Fortschritte, gibt es noch so vieles, das wir nicht erklären können. Vielleicht ist es auch gut so. Vielleicht hilft es uns auch dabei, unseren eigenen Glauben und Meinungen über den Tod und ein mögliches Leben danach zu formen.

Abschließend ein Zitat von Albert Einstein:

Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben.

– Albert Einstein

Oder was meinst du?